Geranien pflanzen und eintopfen

Neue Blumen im Frühling für den Sommer

Knospen einer Geranie
Frische Knospen an der Geranie© Wolfgang Langer / PIXELIO

Hat man seine Geranien gut über den Winter gebracht und die ersten milden Tage mit ein paar Stunden Sonnenschein sind vorhanden, so können die überwinterten Geranien im Februar oder März wieder zum Leben erweckt werden. Als Erstes sollte man daher die bisher eingepackten Geranienstöcke erneut begutachten und ausgetrocknete bzw. holzige Verzweigungen entfernen, denn diese treiben nicht mehr aus.

Geranien vorbereiten

Ist der Rückschnitt der Geranien vor der Überwinterung (im letzten Herbst) noch nicht erfolgt, dann müssen die Geranien nun gut zur Hälfte bis zwei Drittel der Länge auf ca. 15 cm gekürzt werden. Dies sollte jedoch möglichst frühzeitig geschehen, noch bevor die Geranien erneut austreiben. Beim Rückschnitt sollten nicht zu viele verschiedene Verzweigungen vorhanden sein, denn diese behindern sich im Wachstum nur gegenseitig und treiben auch entsprechend langsamer oder sogar gar nicht.

Sind die Pflanzen so weit vorbereitet, so kann man sie wieder in Blumenkästen oder Kübel eintopfen. Am besten nimmt man als Erstes eine 2-3 cm dicke Schicht Kies um Staunässe an den Wurzeln zu verhindern, was sonst zu Krankheiten führen könnte und als Substrat eine neue spezielle Geranienerde die es günstig im Gartencenter oder auch beim Discounter zu erwerben gibt.

Möchte man keine neue gedüngte Geranienerde verwenden, so sollte jedoch zumindest ein Langzeitdünger mit in das Erdreich eingebracht werden, um den Pflanzenwuchs zu stärken und die Pflanzen zu festigen. Geranien brauchen viele Nährstoffe und wachsen bzw. blühen im nährstoffarmen Boden nur sehr schwer. Beim Bepflanzen der einzelnen Kästen sollte man jedoch sehr darauf achten nicht zu viele Stöcke in einen zu geben, auch wenn es in dem noch kahlen Zustand zu wenig erscheint.

Nicht zu viele auf einmal

Gerade neue Pflanzen aus dem Blumenhandel, einem Discounter oder dem Fachmarkt sind eher sehr klein und verleiten förmlich dazu den Blumenkasten mit zu vielen Pflänzchen zu bestücken. Viele Hobbygärtner versuchen so schon im Vorfeld möglichst den kompletten Blumenkasten oder Pflanzkübel mit den frischen Geranien zu "übersäen", was aber in der Regel ein großer Fehler ist.

Geranien sind sehr schnell und stark wachsende Topfpflanzen, die sich im Laufe des Jahres in alle Richtungen ausbreiten, vor allem jedoch in die Breite. Stehen sie nun zu dicht beisammen, so behindern sich die einzelnen Blumen gegenseitig im Wachstum und erschweren auch das Gießen und die Pflege.

In die handelsüblichen und gängigen Balkonkästen mit einer Breite von 95-100 cm sollten daher nicht mehr als 4 neue Setzlinge gepflanzt werden und in entsprechende 50 cm Kästen in etwa zwei Stöcke. Als grobe Faustregel kann man etwa von 20-25 cm Breite pro Stock ausgehen.

Platz für den Austrieb

Sind die Geranien neu eingepflanzt, muss nur noch ein warmer und vor allem sonniger Platz gefunden werden. Ideal ist ein Tisch oder eine Fläche vor einer Balkontüre in die den Tag über Sonne einfallen kann. Keinesfalls sollten die Geranien zu früh ins Freie gestellt werden.

Die Antwort auf die Frage "wie lange brauchen Geranien zum Austreiben?" ist sehr unterschiedlich, doch Temperaturen um 15 Grad und mehr sind ideal für den Austrieb. Die Dauer zwischen "aus dem Winterschlaf erwecken" und "ins Freie setzen" richtig sich dabei vor allem nach der Temperatur, dem Licht und auch der Sonnenbestrahlung und kann durchaus zwischen 4 und 8 Wochen liegen. Bei kühleren Standorten wachsen sie entweder gar nicht, nur sehr zögerlich oder erfrieren im Freien sogar. Gewässert werden müssen die Pflanzen am Anfang nur sehr gering, sodass keine stehende Nässe entsteht, die unter Umständen zu Fäulnis oder Krankheiten an der Geranie führen könnte.

Hat man jedoch keinen Platz in der Wohnung, so ist extrem darauf zu achten, dass die Geranien nicht zu kalt stehen. Alleine schon eine eisige Zugluft, wie sie im Frühling trotz Sonnenschein oft vorkommt, kann die neuen Triebe auf Dauer schädigen. Erst im April oder Mai, wenn die Tage durchgehend über ca. 15 Grad liegen, können die Geranien ins Freie umgesetzt werden und auch dort bis zum nächsten Herbst bleiben.