Geranien zurückschneiden
Rückschnitt von Geranien vor oder nach dem Winter

- Geranie gut eine Woche nach dem Zurückschneiden© geranien-pflanzen.de
Werden Geranien überwintert, so ist ein Rückschnitt der Pflanzen eine der wichtigsten Maßnahmen, denn Geranien, die einfach so aus dem Garten in den Keller gestellt werden, überleben in aller Regel nicht. Genauso ist es jedoch, wenn man die überwinterten Geranien im Frühling in den Garten oder auf den Balkon auspflanzen möchte. Beim Auspflanzen der Geranien ist ein Rückschnitt erforderlich, der sich vom Aufwand her danach richtig, ob bereits vor dem Winter eine Stutzung erfolgt ist oder nicht.
Mach mich nackig
Das Rückschneiden der Geranien ist einfach, wenn auch erschreckend, denn von den über das Jahr prächtig blühenden Pflanzen bleibt am Ende nicht viel mehr übrig, als ein kahles Geäst. Zuerst werden alle Blätter von den Geranien entfernt, egal ob diese vertrocknet oder noch saftig grün sind. Das Laub würde der Pflanze über den Winter nur unnötig Feuchtigkeit entziehen und fördert im schlimmsten Fall nur den Befall durch Schädlinge oder entwickelt Krankheiten.
Nicht zu sparsam, aber mit Bedacht schneiden

- Das ist zu kalt für Geranien© leocat / PIXELIO
Sind die Blätter alle entfernt, dann werden auch die einzelnen Triebe gekürzt. In aller Regel spricht man von einer Einkürzung um etwa 2/3 auf ca. 15 cm Höhe der Pflanze.
Erfolgt der Rückschnitt jedoch schon vor der Überwinterung, so ist es besser, wenn vor dem Winter nicht zu viel zurückgeschnitten wird, da vor dem Auspflanzen eventuell noch ein Nachschnitt erfolgen muss. Daher sollte die Geranie vor dem Winter um etwa 1/3 bis 1/2 zurückgeschnitten werden, sodass Sie jedoch noch eine Größe von 17-20 Zentimeter besitzt.
Ist der Frühling und somit die Zeit für die Auspflanzung gekommen, so müssen die Geranien nochmals geschnitten werden. Erfolgte der eigentliche Hauptschnitt schon vor dem Winter, so werden nun nur die vertrockneten Stellen der vorherigen Schnittkanten entfernt, bis die Geranie ca. 15 cm Hoch ist. Dabei sollte man jedoch genau darauf achten, dass der Schnitt ca. 1 cm oberhalb der kräftigen Blattknoten erfolgt, denn dort treibt die Pflanze am stärksten neu aus.
Der Schein kann trügerisch sein
Auch alte und abgestorbene Geranientriebe müssen entfernt werden, doch Vorsicht, nicht alles, was tot aussieht, ist es auch. Besonders die wirklich alten Triebe der Geranie sehen holzig und abgestorben aus, doch sie sind es oft nicht. Dies kann man mit einem einfachen Test jedoch leicht herausfinden. Abgestorbene Triebe geben leicht nach, wenn man sie zwischen zwei Finger nimmt und drückt - sie sind weich und fühlen sich morsch an. Noch lebende Triebe hingegen sind fest und stabil.
Haben sich über den Winter oder in den ersten Frühlingswochen bereits lange, dünne und grüne Austriebe entwickelt, sogenannte Geiltriebe, so müssen diese auch entfernt werden. Diese Triebe wuchsen mit zu wenig Licht und Nährstoffen und werden mit hoher Sicherheit im Sommer nicht blühen oder gar verkümmern.
Wurzeln ausmisten
Ist die eigentliche Geranie zurückgeschnitten, so geht es dem Wurzelwerk an den Kragen, denn dieses muss auch ausgedünnt und verjüngt werden. Dazu wird der Wurzelballen von der restlichen Erde befreit und dünne, fasrige Wurzelfasern großzügig entfernt. Die eigentlichen Stamm- und Hauptwurzeln werden nur etwas gekürzt und von modrigen, faulen oder abgestorbenen Bereichen befreit.
Ist das Lauf nun entfernt, die Stämme gekürzt und das Wurzelwerk bereinigt, so kann man die Geranie in den Garten oder Balkonkasten pflanzen und sich einer neuen Saison mit herrlichen blühenden Pflanzen entgegensehen.