Geranien pflegen

Wenige Handgriffe zur Pflege für ein farbenfrohes Blütenmeer

Lila Knospen einer Geranie
Blütenstand in lila

Geranien sind in der Regel sehr pflegeleichte Pflanzen und können auch über Wochen und Monate ohne besonderen Eingriff des Menschen überleben so lange sie nicht komplett austrocknen. Möchte man jedoch besonders schöne Stöcke haben, so ist eine Pflege der Geranien zumindest in geringem Maße erforderlich.

Schon von Beginn an, egal ob man seine Geranien hat überwintern lassen oder im Frühling neue Pflanzen gekauft hat, sollt man diese ab und an etwas näher betrachten. Schon bei der Bepflanzung ist es wichtig, dass die einzelnen Stöcke nicht zu dicht beieinanderstehen, denn im Laufe der Sommermonate breiten sich die Geranien in alle Richtungen aus und würden sich sonst nur gegenseitig im Wachstum behindern.

Inhalt

Mit Dünger für Nährstoffe sorgen

Geranien-Pflege Kurzanleitung:

  • Regelmäßig Flüssigdünger verwenden.
  • Verblühte Blüten auszupfen.
  • Altes Laub und Dolden herausbrechen.
  • Nach Regen oder Sturm beschädigte Pflanzenteile abschneiden.
  • Regelmäßig in ausreichender Menge gießen.

Mit zur eigentlichen Pflege gehört von Beginn an auch das Düngen von Geranien, da die Blumen gerade in kleinen Balkonkästen nur kurz Nährstoffe im Boden finden. Geranien sind Starkzehrer und benötigen überdurchschnittlich viel Nährstoffe um ihre vielen Blüten zu entfalten.

Gerade für neu gepflanzte Geranien eignet sich sogenannter Langzeit-Geranien-Dünger, den es günstig im Fachhandel gibt und direkt mit in das Erdreich eingebracht wird. Über die Monate hinweg kann dagegen aber auch ein normaler Flüssigdünger für Geranien oder jeder andere Blumendünger für blühende Pflanzen verwendet werden.

Nachdem die Geranien gut gewachsen und ein fülliges Blätterwerk gebildet haben, kann es unter Umständen vorkommen, dass an einzelnen Stöcken keinerlei Knospen gebildet werden während andere vielleicht schon in der Blüte stehen. In diesem Fall ist es ratsam, vereinzelt einige der großen oberen Blätter zu entfernen und somit etwas Platz an der Pflanze zu schaffen. In aller Regel bilden sich dann innerhalb weniger Wochen neue Knospen.

Verblühten Blüten und alte Blätter entfernen

Ganz wichtig bei der Geranien-Pflege ist, dass alte, vertrocknete, beschädigte oder abgeknickte Blätter und Blütenstände entfernt werden, um Krankheiten an den Geranien vorzubeugen. Das Ausputzen erfolgt am besten wenige Stunden nach dem Gießen der Geranien oder einem ausgiebigen Regen. Wenn die Geranien gut gewässert sind, dann lassen sich die einzelnen Ästchen am besten abbrechen, ohne zu knicken oder gar andere Triebe dabei zu beschädigen.

Dazu das betroffene Blatt oder die Dolde einfach direkt am Stängel mit zwei Fingern fassen und gegen die Wuchsrichtung biegen. Sind die Pflanzen nicht zu welk, dann bricht es mit einer sauberen und glatten Kante ganz einfach ab, ohne einzureißen und somit eine Grundlage für Bakterien zu schaffen.

Keinesfalls werden Blätter oder Blütendolden mit der Schere abgeschnitten. Dadurch verbleiben immer kleine Rückstände des Triebes, umgangssprachlich "Kleiderhaken". Diese führen nicht nur zu einem schlechteren neuen Austrieb, sondern sind auch sehr anfällig für Krankheiten.

Auch sollten die einzelnen Blütenstände je nach Aufkommen täglich oder zumindest wöchentlich ausgezupft und die abgeblühten Blüten so entfernt werden. Bleiben an einem Blütenstand nur noch einzelne Blüten übrig, so sollte dieser komplett entfernt werden. Zwar "fehlen" dann für ein paar Tage oder Wochen an der Stelle die bunten Blüten gänzlich, aber nur so treiben die Geranien wieder neu und erstrahlen in einer neuen Farbenpracht. Also nicht penibel sein und jedes einzelne Blütchen stehen lassen, das ist meist ein Fehler.

Keine Scheu zeigen

Geranien sind sehr robuste Pflanzen, aber gerade nach Regenfällen sind die Blüten oft beschädigt oder gar miteinander verklebt. Diese sollten, auch wenn sie noch bunt aussehen, bei Trockenheit entfernt werden. Diese "verklebten" Blütenblätter sterben ohnehin ab und gefährden nur die frischen Knospen. Sind es nicht viele, reicht es in der Regel aus, die Blütenblätter nach der Abtrocknung einfach mit zwei Fingern herauszuzupfen. Das geht ganz einfach, die trockenen Blüten samt Stängel werden sich sehr leicht lösen lassen. Ist fast der ganze Blütentrieb davon betroffen, sollte er jedoch komplett entfernt werden.

So wie bei Regen die Blüten in Mitleidenschaft gezogen werden können, so können es bei Stürmen oder sonstigen Einflüssen gar ganze Triebe und Zweige sein. Sind erst einmal ganze Bereiche abgebrochen oder eingerissen so sollten auch diese entfernt werden. Zwar würden sie auch so noch etwas überleben, aber die Freude wäre nicht lange. Abgebrochene Zweige von Geranien können gut als Setzlinge für neue Pflanzen genutzt werden und wachsen meist recht schnell wieder an und weiter.

Abgebrochene oder beschädigte Triebe und Zweige können allerdings nicht mit "Fingern abgebrochen" werden. Hier muss, im Gegensatz zu Blättern und Blüten, die Schere zum Einsatz kommen. Dabei den gebrochenen / beschädigten Trieb direkt vor der Schadstelle abschneiden. So viel stehen lassen wie möglich, aber auch so viel entfernen, dass vom Schaden nichts mehr übrig bleibt, sondern nur noch eine saubere Schnittfläche. Die Geranien werden dann an dieser oder kurz davor neu austreiben.

Richtig Gießen nicht vergessen

Neben dem normalen Auszupfen der Blüten und Blätter ist vor allem das richtige Gießen von Geranien sehr wichtig. Zu wenig oder zu viel kann zu Krankheiten und auch Schädlingsbefall führen. Stehende Nässe sogar zum Absterben der Wurzeln. Entsprechende Informationen dazu finden Sie im extra Artikel "Geranien gießen".

Letzte Änderung: 22.04.2021