Geranien Stecklinge

Kleine Ableger für neue blühende Pflanzen

Geranien Ableger
Stecklinge und Ableger von Geranien im Blumentopf© autrac / flickr

Geranien gehören normalerweise zu den pflegeleichten Balkonpflanzen, auch wenn sie dennoch hin und wieder etwas Zuwendung benötigen. Gerade beim Auszupfen der alten Blätter und Blütenstände, aber auch bei Sturm und Stößen brechen häufig ganze Triebe ab.

Auch bei der Überwinterung ist das Thema "Geranien Stecklinge" häufig anzutreffen. Nicht jeder hat viel Platz um die großen Geranienstöcke zu überwintern und diese landen so oft im Biomüll oder auf dem Kompost. Doch gerade auch aus diesen Stöcken können vor der Überwinterung Stecklinge entnommen und neu kultiviert werden. Diese sind dann jedoch sehr klein und nehmen nicht viel Platz weg.

Wie Geranien Stecklinge ziehen?

Um aus vorhandenen Geranien Stecklinge zu gewinnen, sucht man sich einen Trieb aus, der etwa fingerlang ist und ca. 4-5 große Blätter besitzt. Dieser Trieb muss knapp unter dem letzten Blattknoten mit einer scharfen Gartenschere oder anderem Schnittwerkzeug abgetrennt werden. Wichtig ist jedoch, dass das Schnittwerkzeug wirklich scharf ist und der Trieb an der Schnittfläche nicht "zerrupft", was zu Krankheiten oder Schädlingsbefall führen könnte.

Wurden Triebe durch Stürme oder sonstige äußere Einflüsse abgetrennt, so muss auch dort die eigentliche Bruchstelle gefunden und die Bruchkante sorgsam aber glatt abgeschnitten werden, ebenso auch am eigentlichen abgebrochenen Zweig.

Wie den Stecklinge vorbereiten?

Bevor man nun diesen abgetrennten Trieb als Steckling weiter verwenden kann, sind jedoch noch kleine Schönheitsarbeiten nötig. Die unteren der vorhanden Blätter müssen sauber entfernt werden, ebenso die ganz kleinen. Eventuell vorhandene Knospen oder Blüten trennt man ebenfalls vorsichtig ab. Denn nur ohne die kleinen Blätter, die Blätter am unteren Ende und die Blüten kann sich der Steckling voll auf die Wurzelbildung konzentrieren und gut anwachsen. Insbesondere vorhandene Blüten und Knospen würden diesen Vorgang ansonsten stark behindern oder gar unmöglich machen.

Wie Geranien Stecklinge einpflanzen?

Sind die Geranien-Stecklinge vorbereitet, so können sie nun neu eingepflanzt werden. Wichtig dabei ist vor allem, dass dafür eine spezielle Anzuchterde verwendet wird. Die neuen Ableger werden dabei etwa 2 cm tief in die Erde gesteckt und gut angedrückt. Werden mehrere Ableger gleichzeitig eingepflanzt, so muss man jedoch darauf achten, dass sich die Blätter der einzelnen Stecklinge nicht berühren.

Ist das Eintopfen der Stecklinge erfolgt, werden diese leicht gegossen und müssen über die nächsten Wochen stetig feucht gehalten werden. Wichtig dabei ist vor allem "feucht", nicht "nass", denn zu viel Nässe ist schädlich und führt im schlimmsten Fall zur Fäulnis. Austrocknen dürfen sie jedoch auch nicht, da hier die bereits gebildeten feinen Wurzeln absterben würden.

Insbesondere muss man zwischen dem Ansetzen und der eigentlichen Anwurzelung vor allem auf das Licht und die Sonneneinstrahlung achten. Viel Licht wird benötigt, direkte Sonne ist jedoch schädlich. Wie lange es dauert, bis die Stecklinge Wurzeln gebildet haben und angewachsen sind hängt von den Umgebungsbedingungen ab. Sollten diese stimmen, so dauert dieser Vorgang durchschnittlich 3-4 Wochen. Bei Erfolg kann man dann bereits neue Triebe und auch pralle, straffe Spitzen erkennen.

Kann man Geranien im Wasser vermehren (Wurzelziehen)?

Im Grunde eigentlich nicht, denn Geranien mögen keine stehende Feuchtigkeit. Daher ist auch das "Wurzelziehen" in Vasen eigentlich nicht möglich, auch wenn es ab und an durchaus funktioniert.