Geranien überwintern

Winterschlaf bis in den nächsten Frühling

Geranie im Schnee
So überwintert man Geranien nicht© Helmut J. Salzer / PIXELIO

Die Zeit aller Balkonpflanzen geht einmal vorbei, vor allem wenn diese nicht winterhart sind, so auch die der Geranien. Wurden jedoch über das Jahr hinweg die Geranien gut gepflegt, so können sie auch ohne Probleme über viele Jahre hinweg erneut aufblühen.

Wenn es endlich Zeit wird

Die Zeit die Geranien in den Winterschlaf zu versetzen kommt in der Regel im Spätherbst, wenn die Blütenstände schon fast alle abgeblüht und die meisten Blätter bereits abgefallen sind oder sich in orange braune herbstliche Farben verfärbt haben. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Geranien auch nicht mehr sonderlich nass gehalten werden, da sonst unter Umständen nur die Zweige oder gar die Wurzeln zu faulen anfangen könnten.

Auf jeden Fall Zeit wird es die Geranien zu überwintern und an einen sicheren Ort zu bringen, wenn der erste Frost die Nacht überdeckt oder die Temperaturen über mehrere Nächte nahe dem Gefrierpunkt liegen, auch wenn die Blüten und Blätter noch frisch aussehen oder gar noch neue Knospen am Austreiben sind. Ein bis zwei Tage leichte Temperaturen unter 0 Grad überstehen Geranien in der Regel ohne Schaden zu nehmen, aber all zu lang oder zu frostig sollte es nicht sein. Daher die Geranien lieber ein paar Tage früher überwintern, als im nächsten Jahr kaputte oder kranke Pflanzen zu haben.

Winterlager für Geranien

Geranie im Winter
Das ist zu kalt für Geranien© Helmut J. Salzer / PIXELIO

Zum Überwintern der Geranien sollten diese aus den Blumenkästen oder Pflanzkübeln entfernt und um etwa 1/3 bis 1/2 zurück geschnitten werden, sodass sie noch etwa 17-20 cm groß sind. Überschüssige Erde an den Wurzeln kann so weit entfernt werden, dass die feinen Wurzelverzweigungen gerade noch so etwas bedeckt sind. Es ist also nicht nötig die ganze Erde aus dem Blumenkasten mit zu überwintern.

Beim Rückschnitt und Stutzen der Geranien sollte vor allem auch darauf geachtet werden, dass auch noch vorhandene grüne Blätter oder gar Blüten und Knospen entfernt werden, denn diese würden nur unnötig das restliche Erdreich und die Wurzeln austrocknen oder könnten im schlimmsten Fall sogar zu einer Krankheit oder Schädlingsbefall der Pflanzen führen.

Die Lagerung der dann eher lieblosen Blumen erfolgt am besten im Keller, einer Garage, einem Gartenhäuschen oder einem anderen kalten aber vor Frost geschützten Raum. Wichtig ist vor allem, dass der Raum kühl ist (ca. 5 bis 10 Grad) und die Geranien vor direkter Sonne bzw. Lichteinfall geschützt sind, damit sie nicht zu früh anfangen erneut auszutreiben und dann wegen Wassermangel verkümmern.

Nicht vertrocknen lassen

Zu beachten ist dabei vor allem auch, dass die Wurzeln am besten in einer Frischhaltetüte oder anderen kleinen Tüte aus Kunststoff eingepackt werden. Etwas Luft sollten sie dabei noch bekommen, aber auch gleichzeitig vor dem kompletten Austrocknen geschützt werden. Ein Gießen der Geranien ist in dieser Zeit eigentlich nicht erforderlich, da die Tüte die Feuchtigkeit hält und das über Kopf hängen die Versorgung mit Wasser erleichtert. Werden die Geranien kopfüber aufgehängt und den Winter über in Ruhe gelassen, so steht einer erneuten Aufzucht im Frühling und farbenfrohen Blütenpracht im nächsten Sommer eigentlich nichts mehr im Wege.

Jedoch gibt es noch viele andere Möglichkeiten, seine Geranien zu überwintern, ich entscheide mich dennoch immer für die hängenden Geranien in der Tüte. Sollen Geranien im Blumenkasten überwintern, so muss alle paar Wochen ein wenig gegossen werden, denn offene Erde im Pflanzkübel trocknet viel schneller aus als in Tüten verpackte Wurzelknollen. Zusätzlich sollte man im Frühjahr die Erde ohnehin zumindest teilweise austauschen, was nach der hängenden Überwinterung gleich miterledigt wird.

In Zeitungspapier gewickelt

Alternativ und ebenso platzsparend wie die Überwinterung in der Plastiktüte ist die Überwinterung von Geranien in Zeitungspapier. Hierbei erfolgt der Rückschnitt genauso, ebenso das Freilegen der Wurzeln. Allerdings werden die Geranien anschließend in Zeitungspapier eingerollt. An den Wurzeln muss es verschlossen werden, oben unbedingt offen bleiben. Die Lagerung erfolgt dann liegend oder stehend in einem luftdurchlässigen Behälter, etwa eine Holzkiste oder einem Korb. Auch wenn die Überwinterung in Zeitungspapier sehr ähnlich ist, so unterscheidet sie sich doch deutlich von der Tüte. Das Würzelwerk ist nicht so gut geschützt und trocknet viel schneller aus, alleine schon bedingt durch das Papier, das selbst Feuchtigkeit entzieht. Die Geranien hängen nicht über Kopf, so dass auch die Triebe schlechter mit Feuchtigkeit versorgt werden. Bei dieser Variante ist es daher erfordeerlich, die Geranien alle paar Tage zu begutachten und falls komplett trocken, die Triebe mit etwas Wasser zu besprühen bzw. zu befeuchten - keinesfalls die Wurzeln!

Geranienbilder vom Rückschnitt im Winter und der Lagerung

Geranien im Balkonkasten, kurz vor der Überwinterung am 18.10.2011.

Geranien im Spätherbst

Geranien im Balkonkasten, kurz vor der Überwinterung am 18.10.2011.
Als Erstes an den Geranien alle Triebspitzen mit neuen, jungen Blättern, Blüten und Knospen entfernen.

Geranien Triebspitzen entfernen

Als Erstes an den Geranien alle Triebspitzen mit neuen, jungen Blättern, Blüten und Knospen entfernen.
Nachdem (fast) alle Spitzen samt Blüten und Knospen an den Geranien entfernt wurden.

Geranien ohne Blüten und Knospen

Nachdem (fast) alle Spitzen samt Blüten und Knospen an den Geranien entfernt wurden.
Eine Geranie im Kasten ist schon ohne Blätter.

Geranien teils ohne Blätter

Eine Geranie im Kasten ist schon ohne Blätter.
Blick von oben auf die Geranien. Links ohne Blätter, rechts lediglich ohne Triebspitzen.

Geranien blattlos von oben

Blick von oben auf die Geranien. Links ohne Blätter, rechts lediglich ohne Triebspitzen.
Nun sind für das Überwintern fast alle Blätter der Geranien entfernt.

Geranien fast kahl

Nun sind für das Überwintern fast alle Blätter der Geranien entfernt.
Zum Überwintern der Geranien wurden die Stiele etwas eingekürzt und abgestorbene entfernt.

Winterschnitt

Zum Überwintern der Geranien wurden die Stiele etwas eingekürzt und abgestorbene entfernt.
Die Geranien sind nun alle ohne Blätter und eigentlich bereit zur Überwinternung.

Geranien komplett nackt

Die Geranien sind nun alle ohne Blätter und eigentlich bereit zur Überwinternung.
Geranien vorsichtig aus dem Blumenkasten heraus gehoben und auf den Tisch gestellt. Durchgängiges Wurzelwerk sichtbar.

Geranien ohne Blumenkasten

Geranien vorsichtig aus dem Blumenkasten heraus gehoben und auf den Tisch gestellt. Durchgängiges Wurzelwerk sichtbar.
Für die Überwinterung werden die einzelnen Geranien voneinander getrennt.

Geranien getrennt

Für die Überwinterung werden die einzelnen Geranien voneinander getrennt.
Eine einzelne Geranie befreit von überschüssiger Erde, bereit zum Eintüten und der Überwinterung.

Erde am Stock grob entfernt

Eine einzelne Geranie befreit von überschüssiger Erde, bereit zum Eintüten und der Überwinterung.
Eine etwas größere Geranie einzeln direkt nach dem Zerteilen aus dem Blumenkasten.

Größere Geranie alleine

Eine etwas größere Geranie einzeln direkt nach dem Zerteilen aus dem Blumenkasten.
Selbige größere Geranie ebenfalls von überschüssiger Erde befreit. Außen das feine Wurzelwerk.

Geranien-Wurzeln freigelegt

Selbige größere Geranie ebenfalls von überschüssiger Erde befreit. Außen das feine Wurzelwerk.
Die erste Geranie frisch verpackt in einer Plastiktüte / Frühstücksbeutel. Die kann so schon überwintert werden.

Geranie in Tüte verpackt

Die erste Geranie frisch verpackt in einer Plastiktüte / Frühstücksbeutel. Die kann so schon überwintert werden.
Verpackte Geranie über Kopf hängend. Überwinterung dann im Keller.

Geranie über Kopf hängend

Verpackte Geranie über Kopf hängend. Überwinterung dann im Keller.
Alle Geranien ordentlich in Tüten verpackt und bereit zur Überwinterung im Keller.

Mehrere Geranien bereit zum Überwintern

Alle Geranien ordentlich in Tüten verpackt und bereit zur Überwinterung im Keller.