Geranien Arten

Eine Vielfalt die Kunstwerke schaffen lässt

Pelargonium Stella Feuerwerk rot

Geranien gibt es in zahlreichen verschiedenen Arten, wobei sich im europäischen Raum besonders 6 Gattungen durchgesetzt haben. Jedoch nur zwei davon sind den meisten Hobbygärtnern bekannt und finden Verwendung.

Durch intensive und stetige Züchtungen sind Geranienarten entstanden, die den eigentlichen südafrikanischen Originalen nur noch bedingt ähnlich sind. Die einzelnen Geraniensorten unterscheiden sich dabei nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihrem Einsatz- und Verwendungsbereich sowie der möglichen Überwinterung. Die Farben von Geranien sind dabei auch nicht mehr so einheitlich rot wie früher. Neben Pink, weiß und zweifarbig gesellen sich nun auch gelb oder blau.

Stehende Geranien

Stehende Geranie Pelargonium Zonale

Die "Pelargonium Zonale" umfassen fast alle der stehenden, also aufrecht wachsenden Sorten. Sie besitzt fleischige, leicht behaarte Stängel, fast kreisrunde Blüten und wird bis zu 35 cm hoch. Zu finden ist sie vor allem in Balkonkästen und Kübeln oder als Blumenschmuck in öffentlichen Anlagen. Es gibt sie mit einfach gefüllten, halb gefüllten und auch gefüllten Blüten. Die Farben reichen von rot über rosa und lila über weiß bis hin zu einer Mischung.

Kletter-Geranien

Die Klettergeranien gehören zu den "Pelargonium Zonale", also den stehenden Geranien, sind aber eine recht neue Züchtung. Sie werden bis zu einem Meter hoch und sind schnell wachsend. Zum Klettern benötigen sie jedoch eine Kletterhilfe, etwa ein Spalier oder einen Zaun. Auch sollten sie etwas unterstützt und die Triebe in gewissen Abständen leicht festgebunden werden. Somit eignen sie sich perfekt für einen seitlichen Sichtschutz am Balkon oder auch als Blumenschmuck an Durchgangsbögen.

Hängegeranien - Frei hängend

Hängegeranien am Fenster

Die "Pelargonium Peltatum" sind die Hängegeranien, die vor allem in hängenden Pflanzentöpfen und Ampeln oder auch in Balkonkästen ihren Platz finden. Sie werden bis zu 1,5 Meter lang (z. B. "Tiroler Hängegeranien") und unterscheiden sich gegenüber den stehenden Arten nur in einem Punkt. Die hängenden Geranien gibt es auch als so genannte "selbstreinigende" Sorten, bei denen die Blüten nicht mehr per Hand ausgezupft werden müssen, sondern von alleine ausfallen, was vor allem die Pflege der Blumen um einiges erleichtert.

Ebenfalls zu "Pelargonium Peltatum" gehörend sind halbhängende Geranien (teilweise auch als halbstehende Geranien bezeichnet), die sich vor allem in Balkonkästen sehr schön machen. Ihr Wuchs nach oben sorgt für eine schöne Nahansicht und die hängenden Triebe für wunderschöne Farbenspiele in der Ferne. Halbhängende Sorten werden allerdings nichts so lang wie klassische hängende Geranien.

Blattschmuckgeranien - Bunte Blätter

Blattschmuckgeranie bunte Blätter

Die "Blattschmuckgeranien" (Pelgardini) besitzen eine auffallende Zeichnung an den Blättern, die ein Spektrum von grün, gelb, braun und weiß einnehmen kann, aber auch andere Farben. Mit nur 20-30 cm wächst sie nicht besonders hoch und auch die Blüten sind nicht so ausgeprägt wie bei den normalen stehenden Geranien. Ihr Hauptaugenmerk liegt ganz klar bei den bunten bzw. geschmückten Blättern. Die Variationen reichen von hell grünen Blättern mit braunen Verzierungen bis hin zu dunkelgrünen Arten mit weißen Streifen, aber auch spitze Blätter mit lilafarbener Zeichnung.

Duftgeranien - herrlich riechend

Rosenduftgeranie Pelargonium graveolens

Die "Duftgeranien" (Pelargonium x species) sind derzeit noch weniger bekannt, sind jedoch immer mehr auf dem Vormarsch. Je nach Sorte durften sie nach Cola, Minze, Rosen, Nuss, Schokolade, Orange, Zitronen oder anderen Früchten und versprühen so einen angenehmen Duft in der Umgebung. Gegenüber den normalen stehenden oder hängenden Versionen werden sie zwar auch bis zu 40 cm hoch, besitzen aber nur sehr kleine und weniger auffallende Blüten - diese jedoch auch zweifarbig. Der große Vorteil ist jedoch, dass einige Duftgeranien Mücken und Wespen fern halten, denn diese können den für den Menschen angenehmen Duft nicht ausstehen. Zudem sind Duftgeranien essbar, zumindest teilweise. Die Blüten werden gerne als bunte Dekoration genutzt, aber auch diverse Getränke oder Salate sind möglich. Weitere Informationen und Duftrichtungen zu Duftgeranien.

Schmetterlingsgeranie - Viele Blüten

Die "Schmetterlingsgeranie" ist ein allgemeiner Begriff für zweifarbige Geranien, deren Farbverzierungen und Blüten nach Schmetterlingen aussehen. "Pelargonium x Crispum" besitzen ein überdurchschnittliches Blütenwachstum. Mit nur 20-30 cm bleiben auch sie recht klein und besitzen nur kleine Blätter. Als Vertreter der Sorte "Pelargonium papilionaceum" ändert sich das Wachstum jedoch deutlich. Diese werden ca. 1-2 Meter hoch. Schmetterlingsgeranien zu überwintern ist allerdings so gut wie nicht möglich.

Edelgeranien - Majestätisch schön

Edelgeranie

Die "Edelgeranien" (Pelargonium Grandiflorum) oder auch Englische Geranien sind die Schönheiten unter den Geranien und eigentlich als Zimmerpflanzen kultiviert. Sie besitzt leicht behaarte, weiche und saftig grüne Blätter und sehr große Blüten. Die sehr intensive Farbe der Blüten sowie das oft vorhandene dunkle Auge in der Mitte machen sie zu einer Augenweite. Edelgeranien können zwar auch überwintert werden, jedoch nur an einem hellen Ort in der Wohnung und nicht wie andere Arten im Keller.

Beet-Geranien

Beet-Geranien Bodendecker

Beetgeranien (Pelargonium Hybrid) gibt es schon viele Jahre, sind aber weniger bekannt. Sie sind eine Kreuzung aus stehenden und hängenden Geranien und normalerweise Winterfest. Entgegen den Balkongeranien gehören sie zu den Stauden. Beetgeranien haben einen buschigen, kugelförmigen Wuchs mit leicht überhängenden Trieben. Sie eignen sich für pralle Sonne und heiße Standorte, begnügen sich aber auch mit Halbschatten. Die Pflege ist im Grunde die gleiche wie bei den Balkonpflanzen auch. Viel Wasser und vor allem Dünger.

Bodendecker-Geranien

Polstergeranien oder Bodendeckergeranien sind in der Regel nur 10-20cm hoch, winterhart und eigentlich Stauden. Mit "einfach gefüllten" Blüten sind sie nicht nur ein optisch schöner Bodendecker, sondern auch bienenfreundlich. In der Regel gehören sie zur Winterhärtezone Z5, was bedeutet, dass sie als ausgewachsene Pflanze bis zu -28 Grad Kälte vertragen. Ihre Eigenschaften können sich jedoch von Züchtung zu Züchtung unterscheiden. Einige werfen mit Einbruch des Winters sämtliche Blätter und auch Stängel ab, bzw. sie faulen ab. Dies ist kein Zeichen für eine Krankheit, sondern ein normales Verhalten. In diesem Fall zieht sich die Geranie vollständig über den Winter in ihre Wurzeln zurück. Andere Züchtungen behalten hingegen ihre Blätter den Winter über, sind also immergrün.

Auch in Sachen Wuchs unterscheiden sie sich. Einige verbleiben am Standort, wo sie gepflanzt wurden, andere hingegen breiten sich aus, auch wenn nur sehr langsam. Letztere sind horstbildend, was bedeutet, sie wachsen nicht unter- sondern oberirdisch kriechend mit leichter Verwurzelung weiter. Eine Wurzelsperre gegen ungewolltes Ausbreiten ist also nicht erforderlich. Einige Varianten bilden jedoch Samen aus. Bei diesen sollte vor der Samenreife ein Rückschnitt erfolgen, um Selbstaussaat zu verhindern,

Mini-Geranien - klein aber fein

Minipelargonien, Minigeranien oder auch Zwerggeranien sind die kleinen Vertreter der beliebten Balkonpflanze. Sie besitzen sehr filigrane Stängel, wesentlich kleinere Blätter und auch kleinere Blüten. Ansonsten sehen sie optisch gleich aus. Echte Mini-Pelargonien dürfen nicht höher als 13 bis 15 cm werden, jedoch gibt es auch noch andere kleine Vertreter, die allerdings dann keine offiziellen Mini-Geranien sind. Diese werden bis zu 20 cm hoch, also wenige Zentimeter mehr als die echte Minigeranie, aber deutlich kleiner als die große Schwester auf dem Balkon.

Minigeranien gibt es, wie die großen Originale auch, in verschiedenen Arten. Stehend, hängend, mit Blattschmuck oder auch durftend. Allerdings gibt es doch einen großen Unterschied. Minipelargonien sind keine Balkon- oder Beetpflanzen, es sind Zimmerpflanzen, die auch noch fast das ganze Jahr durch blühen können. Sie sind wie die großen Geschwister sehr pflegeleicht. Stehen sie nicht mit den Wurzeln im Wasser, so nehmen sie einem nicht viel krum. Begehrt ist natürlich ein sonniger Standort, am besten ein Südfenster. Trockene Heizungsluft im Winter ist kein Problem, nur vor eisiger Zugrluft, wenn das Fenster offen ist, sollte man sie schützen.

Letzte Änderung: 18.04.2021