Geranien gießen und wässern

Feuchtigkeit für stramme Blätter und leuchtende Blüten

Geranie im Blumenkasten
Geranien im Blumenkasten© Betty / PIXELIO

Zur Geranien Pflege gehört auch das Gießen den ganzen Sommer über. Geranien selbst sind zwar nicht sehr wählerisch und kommen sehr gut mit praller Sonne klar, aber gegossen werden wollen die Balkonpflanzen dennoch. Wichtig dabei ist vor allem, dass sie gerade im Hochsommer nicht gänzlich austrocknen, zugleich aber nicht im Wasser stehen. Eine permanent leicht feuchte Erde ist ideal.

Wie oft Geranien gießen?

Das richtige Maß der Bewässerung ist die Kunst und so ziemlich das Einzige, was bei den Pflanzen wirklich zu beachten ist. Sind sie zu trocken, wachsen sie nicht richtig und bilden keine Blüten oder zumindest nicht viele. Sind sie zu nass, dann können sich Krankheiten entwickeln oder die Geranien beginnen zu faulen.

Stehen die Geranien auf einem Südbalkon, so sollten sie in der Regel zweimal am Tag gegossen werden je nachdem, wie sie gepflanzt wurden, wie groß sie sind und wie stark sie blühen. Gleich früh morgens, noch bevor die Sonne auf sie scheint und am Abend kurz vor dem Sonnenuntergang. Die Häufigkeit und Menge kommt aber natürlich auf das Wetter und den Standort an. Geranien im Halbschatten brauchen weniger Wasser als andere, die vielleicht bei 40 Grad den ganzen Nachmittag über bis Sonnenuntergang der prallen Sonne ausgesetzt sind.

Das Problem dabei ist oft schon der Blumenkasten an sich und wo er hängt. Innen am Balkon wird er vom Geländer etwas geschützt, außen jedoch der Sonne komplett ausgeliefert. In der Regel sind sie grün oder braun und vom Volumen her nicht gerade üppig. Derartige Kästen heizen sich bei praller Sonne teils so stark auf, dass die Feuchtigkeit darin direkt verdunstet, ohne dass die Geranie sie hätte über mehrere Stunden hinweg aufnehmen können. Bei derartigen extremen Standorten, insbesondere, wenn es sich auch noch um kleine Blumenkästen mit wenig Erdvolumen handelt, ist eine dritte Wässerung kurz vor Mittag durchaus sinnvoll. Wichtig ist dabei, dass die Pflanzen eine relativ gleichmäßige Feuchte besitzen.

Werden sie zu oft ganz trocken und dann wieder zu nass gehalten kann es passieren, dass sich die sonst grünen Blätter der Geranien verfärben. Selbst wenn es regnet, kann man sich nicht darauf verlassen, dass die Geranien genug Wasser haben. Dicht gepflanzte Stöcke oder welche mit sehr dichtem Blätterwerk leiten den meisten Regen einfach ab und die Erde ist selbst nach dem Regen noch so gut wie trocken. Das Laub funktioniert also fast wie ein Regenschirm.

Beim Gießen sollte auch alle 2-3 Wochen ein Dünger mit eingesetzt werden für den Fall, dass das Erdreich noch keinen speziellen Langzeitdünger besitzt. Nur so ist der Nährstoffbedarf der Geranien ausreichend gedeckt und die doch recht "hungrigen" Pflanzen können sich ausgiebig entfalten. Spezielle Geraniendünger können verwendet werden, ein normaler flüssiger Volldünger für blühende Pflanzen reicht normalerweise aber aus.

Weitere Artikel aus der Sammlung: Wie oft Geranien im Sommer gießen?

Wie Geranien richtig gießen?

Gegossen werden Geranien immer von unten direkt in das Erdreich und nicht großflächig von oben über die Blätter. Feuchtes Laub lässt sich bei Regen nicht verhindern, aber durch das Gießen sollten es nicht entstehen. Im schlimmsten Fall würde dies zur Bakterienwelke, einer Krankheit der Geranie führen. Verwenden Sie als Gießwasser am besten auch kein frisches kaltes Leitungswasser, denn dieses ist oft viel zu kalt und ein wahrer Schock, wenn es auf die überhitzte Erde und Wurzeln trifft. Lieber die gefüllte Gießkanne ein paar Stunden im Freien einfach stehen lassen, bzw. direkt nach dem Gießen wieder füllen und bis zum nächsten Einsatz stehen lassen.

Info: Wie Sie im Urlaub ihre Geranien versorgen können finden sie unter: Geranien im Urlaub mit Wasser versorgen.

Gegensätze vermeiden

Braune Ringe auf den Blättern sind ein Zeichen für eine falsche Bewässerung der Geranien, können aber auch einen Schädlingsbefall der Geranien aufzeigen. Gerade, wenn die Geranienstöcke in Balkonkästen gepflanzt wurden, trocknen diese bei unregelmäßiger Wässerung schnell aus und eine Abwechslung zwischen zu nass und zu trocken führt zu diesen braunen und teils rötlichen Ringen an den Außenkanten der Blätter.

Normalerweise verzeihen es Geranien einem jedoch, wenn sie zu wenig gegossen wurden und mit den eventuellen Verfärbungen kann man leben. Keinesfalls sollten Geranien jedoch einer permanenten Nässe ausgesetzt sein und sprichwörtlich im Wasser ertrinken. Blumenkästen und Kübel benötigen dazu auf jeden Fall eine Öffnung, damit das Wasser ablaufen kann. Untersetzer an Balkonkästen stören dabei häufig auch und lassen das Wasser nicht richtig entweichen.

Geranien richtig gießen - Zusammenfassung

Letzte Änderung: 22.04.2021, Autor: Ingo Busch